Geschichte
Die Carl Duisberg Gesellschaft wurde 1949 durch die Bundesrepublik Deutschland und die Länder gegründet mit dem Ziel, zunächst wissenschaftliche Nachwuchskräfte fachlich und persönlich für internationale Tätigkeiten und Kooperationen zu qualifizieren. Die Programme richteten sich an Deutsche für Aufgaben und Einsätze im Ausland und Ausländer mit solchen in Deutschland. Nach wenigen Jahren wurden diese Aktivitäten generell auf inländische und ausländische Fach- und Führungskräfte erweitert; dabei entwickelte sich als neuer Schwerpunkt die Förderung von Menschen aus den Entwicklungs- und Schwellenländern.
So wurde der Wissens- und Erfahrungsaustausch in beide Richtung belebt – von Deutschland ins Ausland und vom Ausland nach Deutschland.
Sie führt ihren Namen auf den deutschen Unternehmer und Mäzen Carl Duisberg (1861 in Wuppertal-Barmen bis 1935 in Leverkusen) zurück, der schon in den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bedeutende Impulse für die internationale Qualifizierung gab. Bereits damals gründeten überwiegend Chemiker und Ingenieure, die als Werkstudenten in den USA praktische und wissenschaftliche Auslandserfahrung gesammelt hatten, einen Verein mit dem Namen Carl Duisberg Gesellschaft.
Die CDG hat knapp 250 Mitglieder aus Unternehmen, den Wirtschaftsverbänden, Industrie und Handelskammern sowie Handwerkskammern, Bildungseinrichtungen und Einzelpersonen.
2002 wurde alle Aktivitäten der CDG mit denen "der Deutschen Stiftung für Internationale Entwicklung (DSE)" in eine neue Gesellschaft "Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWEnt)" eingebracht. Gesellschafter waren der Bund, vertreten durch das Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, die Bundesländer und die CDG.
2011 entschloss sich die Bundesregierung Deutschland zur Zusammenführung der wesentlichen entwicklungspolitisch tätigen Durchführungsorganisationen, an denen sie maßgeblich gesellschaftsrechtlich beteiligt ist und verschmolz InWEnt und die Deutsche Entwicklungsdienst GmbH (DED) auf die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ). Das fusionierte Unternehmen ist vollständig im Bundesbesitz und trägt den Namen Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).
Die CDG fördert auch in Zukunft die Internationalität der Wirtschaft und als strategischer Partner der deutschen und ausländischen Wirtschaft in einer Gemeinschaftsinitiative von Wirtschaft sowie Bund und Ländern die weltweite Bildung und Zusammenarbeit mit Industrie- und Entwicklungsländern. Schwerpunkte sind die Internationale Weiterbildung für nachhaltige Entwicklung, die Vermittlung von Auslandserfahrungen für Fach- und Führungskräfte und entwicklungsbezogene Inlandsaktivitäten. Die CDG bringt durch Mitwirkung im Wirtschaftsbeirat und Kuratorium der GIZ das know-how, praktische Lösungsansätze und das Engagement der Privatwirtschaft in die Entwicklungszusammenarbeit von Bund und Ländern ein (Einzelheiten unter CDG heute).